„Das Max so ruhig auf dem Stuhl sitzen kann, das habe ich ihm gar nicht zu getraut!“. „Wieso das denn nicht?“ „In der Eingewöhnungswoche wirkte er so aufgedreht und wild. Da habe ich mit meinem ersten Eindruck wohl gründlich danebengelegen.“
 
Unsere Wahrnehmung von Personen wird oftmals durch Vorwissen und situative Einflüsse beeinflusst. Dies hat zur Folge, dass wir unsere Mitmenschen auf eine bestimmte Art und Weise wahrnehmen, ihr Verhalten unbewusst bewerten und kategorisieren. Dabei wissen wir eigentlich, wie fehleranfällig Schubladendenken ist.
 
Im Seminar lernen Sie die Grundlagen der sozialen Wahrnehmung anhand konkreter Anwendungsbeispiele in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kennen. Danach können Sie den Einfluss situativer Faktoren auf das Handeln dieser Personen einschätzen und in Ihrem Handeln berücksichtigen. 
 

Zielgruppe

  • Sozialarbeiter* innen sowie Pädagoginnen und Pädagogen
  • Mitarbeiter*innen in Beratungssituationen

Lernziele

  • Sie erfahren, welche Prozesse der sozialen Wahrnehmung Ihr Handeln beeinflussen. 
  • Sie erarbeiten anhand von Fallbeispielen ein Verständnis für die Prozesse der sozialen Wahrnehmung.
  • Sie wissen um die Einflüsse der sozialen Wahrnehmung und berücksichtigen diese in Ihrer täglichen Arbeit.

 Inhalte

  • Die soziale Zuschreibung von Eigenschaften durch Attribution
  • Attribution als Prozess – von der internalen Attribution zur kontrollierten Verarbeitung 
  • Wie fundamentale Attributionsfehler vermieden werden können 
  • Heuristiken als mentale Abkürzungen – der Einsatz von effizienten aber fehleranfälligen Denkstrategien 

 Dauer

  • Bis zu zwei Tage

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